Laufen hat Höhen und Tiefen

Über die Höhen liest man öfter.
Habe heute schweren Herzens den Haken an den TAR2019 gemacht. Ich? Wenn es das allein wäre. Wir haben ihn gemacht.
In 3 Monaten startet der TAR. 8 Etappen, alle nicht wirklich weit. Alle bedingt anstrengend. Die Last kommt dann durch das angedachte Dembo. Und auch wenn es jeweils nicht weit ist, sollte in 3 Monaten eine ausreichende Grundlage für den Lauf über die Alpen stehen!
Die heutige Basis im Alltag wieder völlig schmerzfrei im linken Fuß zu sein und eben auch schon 2km schmerzfrei Laufen zu können, ist hierfür wohl nicht ganz ausreichend. Nach 2km merke ich eben doch wieder den Fuß und von da aus baut man in drei Monaten nicht auf einen TAR aus.
Und seit Mitte Dezember ist doch viel weg bis heute von dieser guten Grundlage. Auch das wird den Wiederaufbau verzögern. Ja, die Kondition reicht schon noch für 5km Laufen. Sicher würde diese auch für weiter reichen. Doch auch da merke ich die fehlende Leichtigkeit für diese kurze Strecke, die ich die letzten Jahre nicht als Entfernung wahrgenommen habe.
Zwei Rückfälle im Wiederaufbau hatte ich seit Dezember. Einmal meinte ich es war Anfang Januar schon wieder gut genug für einen Aufbau und Mitte März das ganze dann noch einmal. Mag sein der jetzige Wiedereinstieg geht auch dadurch vorsichtiger vonstatten. Aber 2km ohne Befund sind eben doch nicht wirklich viel.
Schwer ist die Entscheidung vor allem, weil man beim TAR eben nicht nur für sich allein loszieht. Zusammen ein Ziel ins Auge fassen, darauf trainieren und das zusammen rocken – so ist der Plan. Und dann fällt da noch einer mit hinten runter, zieht man den Freund mit dem man das zusammen vorhat auch mit … Da ist Vernunft und objektive Einschätzung wirklich nur eine Seite der Medalie.
Als sich Mitte Dezember erneut die Plantarsehne beschwerte – und es war nicht in einer Hochphase des Trainings, sondern gerade erst im allmählichen Erweitern der km nach der Ruhepause nach der Diagonale – da konnte ich mir im Leben nicht vorstellen so lange mit diesem Mist beschäftigt zu sein. Ohne die beiden Rückfälle wäre das vielleicht auch so gewesen. Nicht mehr zu ändern. Man lernt Demut. Man lernt Ruhe. Sicherlich ist zukünftig auch mehr Achtsamkeit nötig. Seit 2003 gab es bis 2018 einmal auch Plantarsehne und einmal das Pollerknie und ansonsten viele verletzungsfreie Laufjahre. Ein Geschenk! Ok, ein selbst erarbeitetes. Aber bestimmt keine Selbstverständlichkeit. Die daraus entstandene Unbekümmertheit, das Denken den eigenen Körper bestens zu verstehen, darf dann jetzt neu definiert werden.
Lauf und Quartiere heute zu stornieren, war richtig doof.
Jetzt heißt es langsam wieder aufbauen. Erst mal muß der Fuß wieder komplett ohne Befund sein und dann kommt sicher auch die Lust und die Freude am Laufen zurück. Gestern hielt sich das jedenfalls beim Rückweg von den Seen extrem in Grenzen.
Im Sommer geht es jedenfalls schon mal mit Christian und Tanya zusammen auf eine kleine Klettertour. Das können wir. Das haben wir am Ortler schon mal gemeinsam geübt. Das macht der Fuß bei Tanya und bei mir bis dahin mit. Darauf freue ich mich schon!
Es braucht immer den Blick nach vorn.
Kein TAR ist doof!
Dann eben anders.
Wird wieder!
… meint jedenfalls ein Schalk!
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2 Gedanken zu “Laufen hat Höhen und Tiefen

  1. Ach Falk, das liest sich nicht gut. Größten Respekt vor Deinem Durchhaltevermögen, auch wenn man die Tiefs dahinter erahnen kann. Ich hatte ja selbst einige Ausfälle in den letzten Monaten, aber es waren eben nur die Schultern und nicht die Füße, da ging meistens irgendwas. Hab weiter Geduld, sei gut zu Deinen Füßen, dann wird das und Du bist bald zurück! Ich hoffe, wir sehen uns im August in Berlin.
    Liebe Grüße, Maren

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    • Nein, die Absage war nicht schön! Man freut sich auf etwas wie Bolle und weiß, dass es dem Freund mit dem man laufen will ganz genauso geht und dann kommt Stück für Stück die Erkenntnis, dass da doch ein Traum platzt…
      Puh!
      Aber ich bin gestern den Fünfer zumindest schon mal reichlich 4km vom Fuß her ohne Befund gelaufen. Letzte Woche waren es noch 2km. Das läßt doch hoffen! Und Christian fährt mit Tanya im Bulli auf ner großen Insel rum. Das erleichtert!
      Insofern doof, aber irgendwie doch alles gut!
      Jup, jetzt bekommt der Fuß die Zeit, die er braucht. Es wird keinen erneuten Rückfall geben!
      Bis bald meine Kleene! Ich drück dich! 😉

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