Vierter Lauf im Sack – Bergetappe

Am vierten Tag war die Bergetappe. Der Start war etwa dort, wo wir einen Tag vorher Wendepunkt hatten. Also Früh erst mal mit dem Auto dahin. Deshalb war der Start auch erst etwa 6:45Uhr. Sonst war Start immer gegen 6 Uhr und die Morgenkühle war jedes Mal sehr angenehm. Da kann man bei 26 bis 30°C einfach mal noch etwas km machen, bevor die Grillparty los geht. Grillparty? Naja. Wenn die Sonne richtig raus kommt, gehen zum einen die Temperaturen schnell Richtung 35, 36°C und du kommst dir wirklich vor wie auf dem Grill. Aber bis dahin hatten wir noch ca. anderthalb Stunden. Es ging den Berg hoch, teilweise auch schon sonnig, aber eben angenehm kühl. Ich mag diese Kühle. Ich mag es den Berg hoch. Es ging auf einer betonierten Straße steil den Berg hoch , mitten durch den Dschungel. Der Diesel lief auf Hochtouren – und doch nicht auf Vollast. Sprich, es war einfach mal nur Geil!
Die Strecke war eine Wendepunktstrecke. Bis km16 sollte das Auto fahren können. Bei km22,5 war Wendepunkt und der Schmarrn wieder retour. 20170222_065405Bis km1,5 ging es parallel zum Ozean erst mal bis auf Hm Null und dann bogen wir Rechts ab und ab da dann stetig hoch. Bei km3 überholte mich das Auto mit unseren Mädels und Thomas, dem Veranstalter. Er würde das Auto mit Support bei km16 stehen lassen und dann zu Fuß bis zum Wendepunkt müssen.
Ich lief entspannt da hoch.
Nach ca. 5,5km war der erste Sattel erreicht. Und nun erst mal runter. Noch besser! VP1 an km8 kurz Wasser Nachtanken. Die Mädels hatten den Jungen am VP nur abgesetzt und sind gleich weiter. Dann sehe ich sie halt in 8km. Und weiter ging es runter. Der Weg war mittlerweile teils ein sehr breiter Fahrweg, teils eine Baustelle, wo die Straße betoniert wurde. Baustellen auf Philippinisch sind schon lustig. Da wird nix gesperrt. Da wird erst eine Seite betoniert und dann die andere. Und das passiert allerdings nicht nacheinander auf der ganzen Länge, sondern Stück für Stück. Hier sind also 500m links fertig, da werden 300m rechts betoniert, dann kommen auch mal 700m Fahrweg und dann die nächsten 50m rechts nach 200m links. Immer am Anfang und Ende der fertig betonierten Piste kommt ein mörderischer Absatz, der durch angeschütteten Betonschutt als Rampe ausgebildet ist. Na, und auf der nicht betonierten Straße ist eine Hügelpiste ohne gleichen. Für mich kein Problem. Logisch. Allerdings sah ich dann doch plötzlich das „VP-Auto“ lange vor km16 vorn auftauchen. Was jetzt folgte war ein lustiges Spiel mit Thomas. Mal war ich vorn. Mal er. Da ich die Straße vor mir nicht kannte, reichte ich eine Flasche zum Auffüllen mit Wasser ins Auto und zog dann voll mit Wasser aufmunitioniert weiter. Am Ende war dann das Auto aber doch etwas schneller. Es muß die Hängebrücke gewesen sein, über die die Läufer mußten. Das Auto fuhr unten durch den Ort.

100_4009Thomas lief bei km16 am VP gerade los, als ich ankam und die Wasservorräte doch erst einmal auffüllte. Die Tour hat richtig Spaß gemacht!
Jetzt kam ein wunderschöner schmaler Pfad – den die Einheimischen als Zugang in die Bergdörfer von der Seite des Bergrückens nutzen. Es ging durch den Dschungel, vorbei an kultivierten Oasen von Reisbauern. 100_4010Einfach doddal herrlich! Auch diese 7km waren irgendwann zu Ende. Wendepunkt und retour. Jetzt wurde es langsam knuffig von den Temperaturen her. Oben am Wendepunkt hatte ich kein Wasser nachgefaßt, weil das der Mopedfahrer, der dafür engagiert worden war noch nicht dorthin gefahren hatte. Er wartete mit seinem Moped im Dorf ein paar Meter weiter unterhalb der Wendestelle. Ich kam mit Thomas nach der Wende zwar noch mit dorthin, wartete da aber nicht extra und zog gleich los wieder nach unten zu den Mädels. Langsam merkte ich, dass ich es versäumt hatte zwischen km 8 und 16 zu versorgen. Mit sinkender Energie und steigender Sonne wurde es schwerer. Aber gut, die paar km bis zum Auffüllen werden nun auch noch gehen und dann sind es eh nur noch 16km bis ins Ziel. Die anderen kamen mir langsam entgegen. Es wurde abgeklatscht und weiter. 20170222_101041VP km16/30 fix ne Sprite rein und etwas Wasser. Wasser wieder auffüllen und weiter. Im Nächsten Dorf gab es noch mal ne kalte Cola hinterher und ab da genoß ich einfach nur noch das Grillen. Boah, war das wieder ne Nummer. Man freut sich echt auf jedes bisschen Schatten und kann es doch kaum genießen. Auf den langen Sonnenpassagen hochwärts kann man sich einfach nicht zum Laufen motivieren. Ich glaub nach kurzer Zeit wäre aber auch mit Motivation nicht mehr viel daher, weil der Körper einfach irgendwann nicht mehr runter kühlen kann. Bachläufe waren da sehr willkommen und doch war die Mütze Ruck Zuck wieder trocken. Egal. Das haben wir uns so ausgesucht. Das kennen wir jetzt nun auch schon. Es geht vorbei. Also Durchhalten und durch. Es geht vorbei. Das war es auch wirklich irgendwann. Genaugenommen nach reichlich 46km und 5:43h.
Sehr schöne Etappe bei der man wunderbar Land Leute und Straßenbau genießen konnte.
😉

Philippinischer Straßenbau

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